Letzte Nachrichten
Weltweit empörte Reaktionen auf Hinrichtungen von Dissidenten in Myanmar
Westliche Regierungen und Menschenrechtsorganisationen haben die Hinrichtungen von vier Häftlingen durch die Militärjunta in Myanmar scharf verurteilt. Die UNO nannte die Exekutionen "grausam und rückschrittlich", die EU sprach von "politisch motivierten" Exekutionen, die USA nannten die Hinrichtungen "verwerflich". Unter den vier Hingerichteten waren zwei bekannte Regierungskritiker.
Waldbrand in Kalifornien wütet weiter
Der nahe dem Yosemite-Nationalpark im US-Bundesstaat Kalifornien ausgebrochene Waldbrand breitet sich weiter rasch aus. Die Flammen hätten bereits knapp 6800 Hektar Wald zerstört, teilte die Feuerwehr am Montag mit. Das Feuer sei nur zu zehn Prozent eingedämmt und greife immer noch "sehr schnell" um sich.
Papst will Ureinwohner Kanadas um Vergebung bitten
Papst Franziskus will in Kanada Ureinwohner um Vergebung bitten für das Leid, das indigenen Kindern jahrzehntelang in katholischen Internaten in Kanada angetan wurde. Am Montag wollte das katholische Kirchenoberhaupt in Maskwacis, rund hundert Kilometer südlich von Edmonton, zu Vertretern der indigenen Bevölkerung sprechen.
Bayerischer Wirtschaftsminister will österreichischen Gasspeicher Haidach schnell befüllen
Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert eine möglichst schnelle Befüllung des für Bayern wichtigen Erdgasspeichers im österreichischen Haidach bei Salzburg. "Dieser strategisch wichtige Speicher war längere Zeit zu wenig im politischen Fokus", erklärte Aiwanger am Montag. Er äußerte Verständnis für die Pläne der österreichischen Regierung, den Speicher, der bislang vor allem Bayerns Haushalte und Industrieunternehmen mit Gas versorgte, direkt an das österreichische Gasnetz anzuschließen.
Bochum verpflichtet Horn ablösefrei
Fußball-Bundesligist VfL Bochum hat den Linksverteidiger Jannes Horn ablösefrei verpflichtet. Dies teilte der Verein am Montag mit. Der 25-Jährige, dessen Vertrag beim Liga-Konkurrenten 1. FC Köln zum Saisonende ausgelaufen war, unterschrieb bis zum 30. Juni 2024.
Berlin sieht "keinen technischen Grund" für Lieferreduzierung über Nord Stream 1
Die Bundesregierung hat mit Unverständnis auf die angekündigte weitere Reduzierung der Gas-Liefermengen über die aus Russland kommende Pipeline Nord Stream 1 reagiert. "Es gibt nach unseren Informationen keinen technischen Grund für eine Reduktion der Lieferungen", sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums am Montag. "Wir haben die Ankündigung zur Kenntnis genommen. Wir beobachten die Lage im engen Austausch mit der Bundesnetzagentur und dem Krisenteam Gas genau."
Gazprom reduziert noch einmal drastisch die tägliche Gaslieferung durch Nord Stream
Russland fährt die Gaslieferungen durch die nach Deutschland führende Ostsee-Pipeline Nord Stream noch einmal drastisch zurück. Die Durchleitungen an der Portowaja-Station würden von Mittwoch an, 06.00 Uhr MESZ, auf täglich nur noch 33 Millionen Kubikmeter Gas am Tag gekürzt, erklärte der Energiekonzern Gazprom am Montag im Online-Dienst Telegram. Dies entspricht in etwa 20 Prozent der Kapazität der Pipeline, die derzeitigen Liefermengen erreichen rund 40 Prozent.
Ungeimpfter Zahnarzt aus Niedersachsen scheitert mit Klage gegen Tätigkeitsverbot
Ein nicht gegen das Coronavirus geimpfter Zahnarzt aus Niedersachsen ist vor dem Osnabrücker Verwaltungsgericht mit einer Klage gegen ein behördliches Tätigkeitsverbot gescheitert. Das Gericht stufte das Verbot nach Angaben vom Montag in einem Eilverfahren als voraussichtlich rechtmäßig ein. Das Personal in Heil- und Pflegeberufen trage "besondere Verantwortung" für Patientinnen und Patienten, erklärte es.
Bayreuther Festspiele mit viel Prominenz auf dem roten Teppich
Der rote Teppich vor den Bayreuther Festspielen ist zur Premiere am Montag reichlich gefüllt gewesen: Auch nach dem Ende ihrer Regierungszeit ließ es sich die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht nehmen, zur Neuinszenierung der Wagner-Oper "Tristan und Isolde" auf den grünen Hügel zu kommen. Merkel, die ein hellgrünes Kostüm trug, wurde von ihrem Ehemann Joachim Sauer begleitet.
Die "Ampel" ist uneins über Isolationspflicht für Corona-Infizierte
Die Ampel-Koalition ist uneins in der Frage der Isolationspflicht bei Corona-Infektionen. Die FDP unterstützt die Forderung von Kassenärzte-Chef Andreas Gassen, auf eine solche Regelung künftig zu verzichten. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und die Grünen wollen die Isolationspflicht hingegen beibehalten. Die Union warf der "Ampel" vor, kein Schutzkonzept für Herbst und Winter zu haben.
Bundesregierung will in Debatte um Atomkraftwerke zweiten Stresstest abwarten
In der Debatte um längere Laufzeiten für Atomkraftwerke will die Bundesregierung sich nicht zu einer Entscheidung drängen lassen. Nachdem eine ersten Prüfung im März ergeben habe, dass der Weiterbetrieb der drei letzten deutschen Atomkraftwerke nicht nötig sei, laufe nun die zweite Untersuchung zur Sicherheit der Stromversorgung, sagte eine Regierungssprecherin am Montag. "Und jetzt warten wir das Ergebnis dieses sogenannten Stresstests ab."
Eurovision Song Contest findet 2023 statt in der Ukraine in Großbritannien statt
Wegen des anhaltenden russischen Angriffskriegs in der Ukraine wird der Eurovision Song Contest (ESC) im kommenden Jahr nicht beim diesjährigen Sieger ausgetragen, sondern in Großbritannien. Auf Bitten der Europäischen Rundfunkunion und der ukrainischen Behörden habe sich der britische Rundfunksender BBC bereit erklärt, den Wettbewerb im kommenden Jahr im Vereinigten Königreich auszurichten, erklärte die britische Kulturministerin Nadine Dorries am Montag. Die genaue Gastgeberstadt werde noch ausgewählt.
Tunesien stimmt über neue Verfassung mit mehr Macht für den Präsidenten ab
In Tunesien haben die Bürger am Montag über eine umstrittene neue Verfassung abgestimmt, die Präsident Kais Saïed deutlich mehr Macht verleihen würde. Saïed rief die Bürger bei seiner Stimmabgabe zu einer regen Beteiligung an dem Referendum auf. Die Opposition hatte hingegen zum Boykott aufgerufen, da sie eine Rückkehr des nordafrikanischen Landes zu einem autoritären System befürchtet.
LEG-Chef fordert Gesetze für Temperatursenkung in Mietwohnungen
Der Chef des Wohnungskonzerns LEG hat Gesetzesänderungen für eine stärkere Absenkung der Mindesttemperatur in Mietwohnungen gefordert. "Wir brauchen für den Winter eine gesetzliche Möglichkeit, die Temperaturen stärker als bisher absenken zu dürfen", sagte LEG-Chef Lars von Lackum dem "Handelsblatt". Angesichts des Krieges in der Ukraine müsse der Bevölkerung in Deutschland "klargemacht werden", dass "jetzt Verzicht angesagt ist".
Anklage nach Messerangriff in ICE von Passau nach Nürnberg in vergangenem Jahr
Nach einem Messerangriff in einem ICE von Passau nach Nürnberg im vergangenen Herbst hat der Generalbundesanwalt den Tatverdächtigen Abdalrahman A. zum Oberlandesgericht München angeklagt. Dem palästinensischen Volkszugehörigen würden versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung in drei Fällen sowie in einem weiteren Fall gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, teilten die Karlsruher Ermittler am Montag mit. Darüber hinaus werde ihm Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen.
Frankreich gegen einheitliches Gas-Einsparziel in Europa
Frankreich lehnt das von Brüssel vorgeschlagene Gaseinsparziel von 15 Prozent zur Versorgungssicherung in diesem Winter ab. Eine einheitliche Sparvorgabe für alle EU-Staaten sei nicht realistisch, hieß es am Montag aus dem Umfeld der französischen Energiewende-Ministerin Agnès Pannier-Runacher in Paris. Das Gassparziel ist Kern eines von der EU-Kommission vorgeschlagenen Gas-Notfallplans, über den am Dienstag in Brüssel die Energieminister der Mitgliedsländer beraten.
Ukraine rechnet mit Beginn der Getreideexporte noch für diese Woche
Trotz der jüngsten russischen Angriffe auf die ukrainische Hafenstadt Odessa rechnet die Ukraine schon für die nächsten Tage mit den ersten Getreideexporten auf dem Seeweg. "Wir gehen davon aus, dass das Abkommen noch in dieser Woche umgesetzt wird", sagte der ukrainische Infrastrukturminister Alexander Kubrakow am Montag. Er bezog sich auf die am Freitag in der Türkei unterzeichneten Vereinbarungen zur Wiederaufnahme der durch den Krieg blockierten Lieferungen ukrainischem Getreides.
Eurovision Song Contest findet 2023 in Großbritannien statt
Wegen des russischen Angriffskriegs wird der Eurovision Song Contest (ESC) im kommenden Jahr nicht beim diesjährigen Sieger Ukraine ausgetragen, sondern in Großbritannien. Auf Bitten der Europäischen Rundfunkunion und der ukrainischen Behörden habe sich die britische Rundfunkanstalt BBC bereit erklärt, den Wettbewerb im kommenden Jahr im Vereinigten Königreich auszurichten, erklärte die britische Kulturministerin Nadine Dorries am Montag. Der britische Beitrag war beim diesjährigen ESC auf dem zweiten Platz gelandet.
Ukraine meldet Lieferung erster Gepard-Panzer aus Deutschland
Die Ukraine hat die ersten Gepard-Flugabwehrpanzer aus Deutschland erhalten. "Die ersten drei Geparden kamen heute von Deutschland", sagte Verteidigungsminister Oleksij Resnikow am Montag im ukrainischen Fernsehen. Sie seien "mit zehntausenden Schuss Munition" übergeben worden.
Staatsanwaltschaft fordert Unterbringung nach Messerangriff von Würzburg
Im Sicherungsverfahren nach dem Messerangriff von Würzburg mit drei Toten hat die Staatsanwaltschaft die Unterbringung des Angeklagten gefordert. Der Mann solle nach der Forderung der Staatsanwaltschaft dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht werden, sagte ein Gerichtssprecher am Montag. In dem Verfahren soll womöglich bereits am Dienstag ein Urteil verkündet werden. Nach einem Krankheitsfall innerhalb der Verteidigung steht dies aber noch nicht ganz sicher fest.
Lindner pocht auf Rückkehr zur Schuldenbremse im kommenden Jahr
Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat seine Pläne für eine Rückkehr zur Schuldenbremse im kommenden Jahr bekräftigt. "In Zeiten der Inflation darf der Staat mit seiner Feuerkraft die Inflation nicht noch weiter antreiben", sagte Lindner am Montag in Berlin. "Deshalb müssen wir zu soliden Finanzen zurückkehren. In Deutschland heißt das, die Schuldenbremse des Grundgesetzes im nächsten Jahr wieder einzuhalten."
Ab Olympia 2024: Hoffnungsläufe in der Leichtathletik
In der Leichtathletik werden zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris Hoffnungsläufe eingeführt. Dies gilt für die Laufdisziplinen von 200 bis 1500 m, sowie die Hürdenläufe über 100 und 400 m. Das gab der Weltverband World Athletics am Montag bekannt.
Waldbrand in griechischem Nationalpark Dadia noch immer nicht unter Kontrolle
In Griechenland kämpft die Feuerwehr weiter gegen einen Großbrand in dem für seine Artenvielfalt bekannten Nationalpark Dadia. "Es ist ein harter Kampf, um dieses außergewöhnliche Ökosystem zu schützen", sagte Zivilschutzminister Christos Stylianidis am Montag nach einem Besuch vor Ort. Etwa 320 Feuerwehrleute und zwei Löschflugzeuge waren im Einsatz, um das seit vier Tagen wütende Feuer zu bekämpfen.
Umfrage: Hohe Energiepreise führen schon zu Produktionseinschränkung oder -aufgabe
Die hohen Energiepreise zwingen immer mehr Unternehmen in Deutschland laut einer Umfrage zu einer Drosselung ihrer Produktion oder gar zur Aufgabe ganzer Geschäftszweige. Insgesamt 16 Prozent der Industriebetriebe sähen sich zu entsprechenden Schritten gezwungen, teilte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Montag mit. Bei energieintensiven Betriebe lag der Anteil demnach mit 32 Prozent doppelt so hoch.
Europäischer Gewerkschaftsbund fordert hitzefrei für Bauarbeiter bei Höchsttemperaturen
Angesichts der derzeitigen Hitzewellen in Europa hat der europäische Gewerkschaftsbund hitzefrei für Bauarbeiter und andere im Freien Beschäftigte ab bestimmten Temperaturen gefordert. Arbeiter stünden "an vorderster Front der Klimakrise" und müssten wegen "der immer größer werdenden Gefahr durch extreme Temperaturen" geschützt werden, erklärte der Gewerkschaftsbund ETUC am Montag. Nach seinen Angaben gibt es bislang nur in einigen europäischen Ländern Regeln zur Begrenzung der Arbeitszeit bei Hitze.
Volksabstimmung über umstrittene neue Verfassung in Tunesien begonnen
In Tunesien haben die Bürger am Montag über eine umstrittene neue Verfassung abgestimmt. Mehr als neun Millionen Bürger waren zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Opposition hatte an die Bürger appelliert, der Abstimmung fernzubleiben. Sie befürchtet eine Rückkehr des nordafrikanischen Landes zu einem autoritären System. Die neue Verfassung ist ein von Präsident Kais Saïed vorangetriebenes Projekt.
14-Jähriger in Düren durch Stromschlag aus Bahnoberleitung schwerst verletzt
Ein 14-Jähriger ist im nordrhein-westfälischen Düren durch einen Stromschlag aus einer Bahnoberleitung schwer verletzt worden. Wie die Bundespolizei am Montag in Köln mitteilte, kletterte der Jugendliche am Freitag am Bahnhof der Stadt auf einen Güterwaggon und kam dabei den Leitungen zu nah. Es kam zu einem sogenannten Lichtbogen. Gleichaltrige Begleiter wählten den Notruf.
Französische Politiker diskutieren über Krawattenpflicht in der Nationalversammlung
Die nahende Sommerpause der französischen Nationalversammlung kündigt sich durch skurrile Debatten an: Seit etwa einer Woche debattieren Politiker in Frankreich über eine mögliche Krawattenpflicht für Abgeordnete. "Man kommt hier nicht angezogen, wie man will", sagte die Vorsitzende der Nationalversammlung Yaël Braun-Pivet, die der Präsidentenpartei Renaissance angehört.
"Handballgeschichte geschrieben": Steinmeier gratuliert Brand zum 70. Geburtstag
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Handball-Ikone Heiner Brand zum 70. Geburtstag "herzliche Glückwünsche aus dem Schloss Bellevue" geschickt. Steinmeier schrieb einen Tag vor Brands rundem Ehrentag am Dienstag: "Nur wenige Menschen haben den deutschen Handball so stark geprägt wie Sie. Als Spieler und Trainer haben Sie Handballgeschichte geschrieben."
Kreml: Russische Raketenangriffe in Odessa kein Hindernis für Getreideexport
Die russischen Raketenangriffe in der südukrainischen Hafenstadt Odessa sind nach Ansicht der Moskauer Führung kein Hindernis für die Wiederaufnahme der Getreideexporte über das Schwarze Meer. "Dies kann und sollte den Start des Verschiffens nicht beeinträchtigen", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag. Er betonte, dass sich die Raketenangriffe "ausschließlich" gegen militärische Infrastruktur gerichtet hätten. Sie "stehen nicht im Zusammenhang mit dem Abkommen über den Getreideexport".
ADAC warnt vor einem der schlimmsten Stauwochenenden der Saison
Der ADAC hat vor einem der schlimmsten Stauwochenenden der Sommersaison gewarnt. Mit dem Start der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg sowie der zweiten Reisewelle aus Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und dem Süden der Niederlande drohten zahlreiche Verzögerungen, teilte der Automobilklub am Montag in München mit. Dazu komme, dass viele Reisende aus Skandinavien, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sich wieder auf dem Heimweg befänden.
Zahl der Verkehrstoten erreicht im Mai wieder Vor-Corona-Niveau
Im Mai sind bundesweit 245 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Gegenüber dem von den Auswirkungen der Coronapandemie betroffenen Vergleichsmonat des Vorjahres bedeutete dies einen Anstieg um 45, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Zugleich wurden im Mai 35.100 Menschen bei Unfällen verletzt. Das entsprach einem Plus von etwa 10.200 oder 41 Prozent gegenüber dem Mai 2020.