Porsche-Pilot Preining zum zweiten Mal DTM-Champion
Nervenstark zum Titel: Der Österreicher Thomas Preining hat sich zum zweiten Mal nach 2023 die Meisterschaft in der DTM gesichert. Beim Finale in Hockenheim genügte dem Porsche-Fahrer der dritte Platz, um zu triumphieren. Preinings Rivale Maro Engel gewann im Mercedes zwar das letzte Saisonrennen, musste sich aber am Ende mit der Vizemeisterschaft trösten. Für Marco Wittmann, ebenfalls mit Titelchancen nach Hockenheim gereist, reichte es zum dritten Platz in der Gesamtwertung.
Um sich erstmals zum DTM-Champion zu krönen, hätte Engel einen Ausrutscher von Preining benötigt. Doch der Österreicher, der als Favorit ins Finale gegangen war, hielt sich schadlos. Vom siebten Platz gestartet, war Preining bereits in der ersten Runde bis auf Rang drei vorgefahren und schien wild entschlossen, die große Chance zu ergreifen.
Dies galt auch für Engel, der gegen Mitte des Rennens mit einem Überholmanöver gegen den Dänen Bastian Buus (Porsche) die Führung übernahm. Auch Preining überholte Buus, die beiden Spitzenfahrer setzten sich in der Folge vorne ab.
Preining versuchte dann, Druck aufzubauen, indem er eine Runde vor Engel an die Box kam. Doch dieser Plan ging nicht auf, Engel behauptete seine Führung auch nach dem Reifenwechsel.
Der 41-Jährige spulte seine Runden ab und baute seinen Vorsprung auf die Verfolger aus. Einziges Problem aus Engels Sicht: Preining leistete sich ebenfalls keine Fehler, obwohl ihm der Schweizer Ricardo Feller im Porsche und Buus dicht auf den Fersen waren.
Auch der zweite Boxenstopp - diese sind in der DTM im Sonntagsrennen Pflicht - ging bei Preining fehlerfrei über die Bühne. Und so wurden die verbleibenden Runden zu einer Triumphfahrt des Österreichers.
Dabei hatte es zu Saisonbeginn nicht danach ausgesehen, als würde Preining den Titel holen. Doch der 28-Jährige legte eine phänomenale Aufholjagd hin, kämpfte sich Schritt für Schritt an die Spitze heran. Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten leistete er sich keinerlei Patzer mehr und übernahm am Sachsenring die Führung in der Gesamtwertung.
Diese gab er auch beim Saisonfinale nicht her. Seinen ersten Matchball am Samstag vergab er zwar, doch am Sonntag ließ er nichts mehr anbrennen.
A.Dupont--PS