Alhambra in Granada nach zweitem Erdbeben wegen Schäden geschlossen
Nach dem zweiten Erdbeben in der südspanischen Stadt Granada binnen weniger Tage ist die berühmte Alhambra am Dienstag wegen Schäden an dem Komplex geschlossen worden. Eine erste Überprüfung der mittelalterlichen Palastanlage habe zwar "keine nennenswerten strukturellen Schäden" ergeben, sagte der andalusische Katastrophenschutzbeauftragte Antonio Sanz. Wegen Schäden an "nicht-tragenden Elementen" und zur Sicherheit der Besucher werde die Alhambra aber geschlossen.
Beschädigt wurden demnach unter anderem Zinnen, Putzflächen und Dekorationselemente, fügte Sanz hinzu. Durch die "geringfügigen Schäden" bestehe allerdings "keine Einsturzgefahr".
Ein erstes Erdbeben der Stärke 5,0 hatte Granada in der Nacht von Freitag auf Samstag erschüttert. Am Dienstagmorgen bebte die Erde dann erneut, diesmal mit einer Stärke von 4,8. Das Epizentrum lag in der Ortschaft Alhendín, zehn Kilometer südlich von Granada. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt.
Der Alhambra-Komplex in Granada entstand in seiner heutigen Gestalt vor allem vom 13. bis zum 15. Jahrhundert unter den Nasriden, der letzten muslimischen Dynastie auf der iberischen Halbinsel. Nach der Eroberung Granadas durch die Katholischen Könige 1492 wurde der Komplex zur königlichen Residenz. Im vergangenen Jahr besuchten 2,7 Millionen Touristen die Unesco-Welterbestätte.
O.Bruneau--PS