Letzte Nachrichten
Ukrainischer Schriftsteller Serhij Schadan erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
Der ukrainische Schriftsteller, Dichter und Musiker Serhij Schadan erhält in diesem Jahr den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Montag in Frankfurt am Main mitteilte, wird Schadan damit für "sein herausragendes künstlerisches Werk sowie für seine humanitäre Haltung, mit der er sich den Menschen im Krieg zuwendet und ihnen unter Einsatz seines Lebens hilft", geehrt.
Habeck warnt vor Zwangs-Drosselung von Gas im Winter
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat vor Zwangs-Drosselungen von Gas bei einer Mangellage im kommenden Winter gewarnt. Über den Winter drohe "mittelfristig" ein Szenario, "dass tatsächlich Reduktionen gesetzlich verordnet werden müssen", sagte Habeck vor einem Treffen mit den Energieministern der EU-Länder am Montag in Luxemburg. Eine solche Reduktion würde in Europa und Deutschland seiner Einschätzung nach "zu einer schweren Wirtschaftskrise" führen.
Studie: Einkommensschwache Familien von Preissteigerungen besonders betroffen
Die hohe Inflationsrate belastet einer Untersuchung zufolge Familien mit geringem Einkommen besonders stark. Alleinlebende mit hohen Einkünften sind dagegen weniger betroffen, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht. Hintergrund ist demnach, dass bei ärmeren Familien die stark verteuerten Güter Energie und Nahrung einen besonders großen Teil der Haushaltsausgaben ausmachen.
Ein Toter und mehrere Verletzte nach Messerangriff in Asylunterkunft in Baden-Württemberg
Ein 31-jähriger Bewohner einer baden-württembergischen Asylbewerberunterkunft hat bei einem Messerangriff einen Mitbewohner getötet und mindestens fünf weitere teils schwer verletzt. Wie das Polizeipräsidium und die Staatsanwaltschaft in Ravensburg am Montag mitteilten, klopfte der Mann am Sonntagabend an mehreren Zimmern der Unterkunft in der Gemeinde Kressbronn und stach im weiteren Verlauf wahllos auf Anwesende ein.
USA: G7 verhängen neue Sanktionen gegen russische Rüstungsindustrie
Die G7-Staaten wollen nach US-Angaben neue Sanktionen gegen die russische Rüstungsindustrie verhängen. Die G7-Staats- und Regierungschefs hätten sich auf "gezielte Sanktionen" geeinigt, um den Zugang Russlands zu westlicher Technologie weiter einzuschränken, erklärte das Weiße Haus am Montag am Rande des G7-Gipfels in Schloss Elmau. Zudem hätten sie sich darauf geeinigt, Einnahmen aus erhöhten Zöllen auf russische Exporte als Finanzhilfe an die Ukraine weiterzuleiten.
Schweinebestand in Deutschland auf niedrigstem Stand seit 1990
Immer mehr Bauern in Deutschland geben die Schweinehaltung auf. Die Zahl der Tiere sank zum Stichtag 3. Mai auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung 1990, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Damals standen fast 31 Millionen Schweine in den Ställen, in diesem Jahr waren es am Stichtag noch 22,3 Millionen.
Wellbrock gewinnt WM-Gold im 5-km-Rennen
Schwimmstar Florian Wellbrock hat sein zweites Gold bei der WM in Budapest gewonnen. Der Olympiasieger sicherte sich im Freiwasser-Wettbewerb über 5 km nach 52:48,8 Minuten den Titel und trat in die Fußstapfen von Thomas Lurz. Der Rekord-Weltmeister hatte 2011 als zuvor letzter deutscher Freiwasserschwimmer auf dieser Strecke bei einer WM triumphiert.
Klimaaktivisten demonstrieren vor Bundesfinanzministerium
Klimaaktivisten haben am Montag vor dem Bundesfinanzministerium in Berlin demonstriert. Rund 40 Menschen blockierten den Haupteingang und die Toreinfahrt des Gebäudes, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Aktivisten klebten sich zudem fest. Laut Polizei gab es außerdem Farbschmierereien. Die Teilnehmenden würden überprüft, der Einsatz dauere an, hieß es.
Baumgart verlängert in Köln bis 2024
Steffen Baumgart bleibt dem Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln erhalten. Wie der Klub am Montag vor dem Trainingsauftakt bekannt gab, hat der Erfolgstrainer seinen Vertrag um ein Jahr bis 2024 verlängert. "Das ist eine sehr freudige Botschaft zum Auftakt in die neue Saison", sagte Geschäftsführer Christian Keller: "Wir haben bewusst um ein Jahr verlängert, obwohl wir alle eine längere Zusammenarbeit anstreben."
Paus kündigt nach Osloer Anschlag Kampf gegen Homophobie an
Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) hat angesichts des mutmaßlich islamistischen Anschlags in der Umgebung eines Osloer Schwulen-Clubs Gegenwehr gegen Homophobie angekündigt. "Wir dürfen dem Extremismus, ganz gleich, aus welcher Ecke, keinen Zentimeter weichen", sagte Paus den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Montag. Die freiheitliche und tolerante Gesellschaft müsse um jeden Preis verteidigt werden.
Polizeigewerkschaft dämpft Erwartungen an ausländische Hilfe auf Flughäfen
Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat die Erwartungen an den geplanten Einsatz ausländischer Helfer an deutschen Flughäfen gedämpft. Der Vorsitzende Heiko Teggatz sagte dem "Handelsblatt" vom Montag, das Chaos an den deutschen Flughäfen werde sich "kurzfristig nicht mehr verhindern lassen" und das wisse die Politik auch "sehr genau".
Scholz: G7-Gipfel kann nicht "abschließend" über Goldembargo entscheiden
Der G7-Gipfel wird nach Angaben von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) noch keinen gemeinsamen Lieferstopp für russisches Gold beschließen können. Die Frage werde "auch im Kreis der Europäischen Union diskutiert werden müssen", sagte Scholz am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". "Deshalb ist das keine Sache, wo abschließend die G7 darüber entscheiden." Alle könnten sich aber darauf verlassen, "dass wir unsere Sanktionen immer weiter präzisieren".
CDU-Politiker pochen weiter auf soziales Pflichtjahr
Politikerinnen und Politiker der CDU dringen laut einem Medienbericht weiter auf die Einführung eines sozialen Pflichtjahres. Ein Bündnis um Parteivize Carsten Linnemann bereite dazu einen Antrag für den Bundesparteitag im September vorbereitet, hieß es am Montag in der "Bild"-Zeitung. Dieser solle in zwei Varianten zur Abstimmung gestellt werden.
Japans Regierung ruft wegen Hitzewelle zum Stromsparen auf
Die japanische Regierung hat am Montag angesichts der ungewöhnlich frühen Hitzewelle im Land vor Stromknappheit gewarnt. Sie forderte Einwohner in und um Tokio auf, ihren Stromverbrauch insbesondere in den frühen Abendstunden zu reduzieren, wenn die Reserven knapp werden.
Über 110 Schlangen in Wohnhaus von 35-Jähriger in Niedersachsen beschlagnahmt
In Niedersachsen hat die Polizei im Haus einer 35-jährigen Frau über 110 Würge- und Giftschlangen beschlagnahmt. Diese wurden zum Teil nicht artgerecht und in vorgeschriebenen Terrarien gehalten, teilte die Polizei Salzgitter am Sonntagabend mit. Zuvor hatte sich die Frau aus der Gemeinde Sehlde nach einem Schlangenbiss zur Behandlung in ein Krankenhaus begeben.
Neuer Linken-Parteichef Schirdewan fordert Ende der Selbstbeschäftigung
Der neue Linken-Chef Martin Schirdewan hat seine Partei nach deren Parteitag vom Wochenende aufgerufen, "Schluss mit der Selbstbeschäftigung" zu machen. Stattdessen müsse die Linke wieder stärker mit Sachpolitik punkten, forderte Schirdewan am Montag im Bayerischen Rundfunk. Unter anderem drängte er auf ein 100-Milliarden-Euro Programm für Energiewende und Klimaschutz. Dies sei sinnvoller als das Sondervermögen in gleicher Höhe für die Bundeswehr, das die Linke ablehnt.
Sprit in den meisten deutschen Nachbarstaaten aktuell teurer als hierzulande
Die Spritpreise in Deutschland bewegen sich trotz den Rückgangs Anfang Juni weiter auf hohem Niveau - in den meisten Nachbarstaaten sieht es aber noch schlechter aus. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte, kostete der Liter Super E5 am 20. Juni an deutschen Tankstellen im Schnitt 1,97 Euro, Diesel war für 2,06 Euro zu haben. Günstiger war es an diesem Tag nur in Polen, Tschechien und Luxemburg.
Scholz hält sich Reise zum G20-Gipfel trotz Einladung Russlands offen
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hält sich eine Teilnahme am G20-Gipfel im November trotz der Einladung Russlands offen. Es sei klar, dass die Gruppe führender Wirtschaftsnationen weiter "eine große Rolle" spielen werde und eine enge Zusammenarbeit wichtig sei, sagte Scholz am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Deshalb wolle Deutschland die Arbeit in den G20 "nicht torpedieren". Er werde deshalb die Entscheidung über die Gipfel-Teilnahme erst "kurz vor der Abreise" und abhängig von der dann aktuellen Lage treffen.
Ifo: Exporterwartungen der deutschen Firmen wieder gesunken
Logistikprobleme und eine hohe Unsicherheit verdüstern den Ausblick der deutschen Exportwirtschaft. Wie das Münchner Ifo-Institut am Montag mitteilte, fielen die Exporterwartungen im Juni auf 3,7 Punkte, im Mai hatten sie bei 4,4 Punkten gelegen. Einen deutlichen Dämpfer mussten demnach die Hersteller elektrischer Ausrüstungen hinnehmen, ihr Index fiel auf den niedrigsten Stand seit Juni 2020. Rückläufige Auslandsumsätze erwarten auch Möbelhersteller und Drucker.
BVB für Kohler "absoluter Topfavorit" auf die Meisterschaft
Der frühere Weltmeister Jürgen Kohler erwartet in der Fußball-Bundesliga nach zehn Jahren eine Wachablösung an der Spitze. Borussia Dortmund sei aufgrund seiner Transferoffensive "für mich der absolute Top-Favorit auf die Meisterschaft – nicht der FC Bayern", schrieb der einstige BVB- und Münchner Profi (56) in seiner kicker-Kolumne. Die neue Saison "dürfte spannender werden als die abgelaufene".
Ecuadors Präsident will angesichts massiver Proteste Spritpreise senken
Angesichts massiver Proteste vor allem gegen die hohen Spritpreise ist Ecuadors Präsident Guillermo Lasso den Forderungen der Demonstranten ein Stück weit entgegengekommen: Er werde die Preise für Benzin und Diesel um jeweils zehn US-Cents pro Gallone (3,78 Liter) senken, sagte er am Sonntag (Ortszeit) in einer Rundfunkansprache. Die Demonstranten fordern allerdings eine Senkung von 30 und 35 Cents.
MLB: Tumulte enden mit acht Suspendierungen
Tumulte mit Folgen: Eine handfeste Auseinandersetzung in der Major League Baseball beim Spiel zwischen den Los Angeles Angels und den Seattle Mariners hat zum Ausschluss von sechs Spielern sowie von Mariners-Coach Scott Servais und Angels-Interimsmanager Phil Nevin geführt. Insgesamt musste die Partie im Angels Stadium in Anaheim für 23 Minuten unterbrochen werden.
PGA-Tour: Olympiasieger Schauffele holt sechsten Turniersieg
Olympiasieger Xander Schauffele hat das PGA-Turnier in Cromwell/Connecticut gewonnen. Der Golfprofi aus den USA setzte sich mit 261 Schlägen vor seinen Landsleuten J.T. Poston und Sahith Theegala (beide 263) durch.
Bayern-Star Mane wählt Rückennummer 17
Bayern Münchens neuer Stürmerstar Sadio Mane wird mit der Rückennummer 17 für den deutschen Fußball-Rekordmeister auflaufen. Der Senegalese, der am vergangenen Mittwoch einen Dreijahresvertrag bei den Münchnern unterschrieben hatte, wählte die Nummer unter den noch freien Optionen aus.
Wimbledon im Schatten des Krieges: Die Diskussion hält an
Der Angriffskrieg auf die Ukraine überschattet auch die Vorfreude auf den Turnierbeginn in Wimbledon. Die Diskussionen über den Ausschluss russischer und belarussischer Profis reißen nicht ab, die Tenniswelt bleibt gespalten - und die Kritik an der Entscheidung des All England Club deutlich.
Ginter über Arbeit mit Hütter: "Es hat halt nicht gepasst"
Fußball-Nationalspieler Matthias Ginter hat offen über das schwierige Verhältnis zu seinem Ex-Trainer Adi Hütter gesprochen. "Es hat halt einfach nicht gepasst, aber das ist gar nicht schlimm. Ich kannte das zwar nicht, das war für mich eine neue Erfahrung mit einem Trainer. Aber das gibt es eben mal, so ist es ja in anderen Bereichen auch immer mal wieder und gehört zum Leben dazu", sagte Ginter im Interview mit dem Fachmagazin kicker (Montagsausgabe).
Roßkopf-Sorgen um Ovtcharov-Genesung bis EM-Test
Der unfreiwillige Ausstieg von Tischtennis-Nationalspieler Dimitrij Ovtcharov bei der DM in Saarbrücken bereitet Bundestrainer Jörg Roßkopf Sorgen. "Ich hoffe, dass er nicht zu lange pausieren muss, weil ab Mitte Juli für uns die wichtigen Turniere in Budapest anstehen", sagte der Ex-Weltmeister auf SID-Anfrage zu den Genesungsperspektiven des früheren Russland-Legionärs.
Bericht: Mercedes nimmt A-Klasse gegen 2025 aus dem Programm
Der Autobauer Mercedes-Benz will einem Medienbericht zufolge in den kommenden Jahren seine A-Klasse aus dem Programm streichen. Das "Handelsblatt" berichtete am Montag unter Berufung auf Konzernkreise, die A-Klasse solle um das Jahr 2025 herum komplett eingestellt werden. Weder für die Variante als Schrägheck noch als verlängerte Limousine werde es einen Nachfolger geben.
Mindestens vier Tote bei Unglück in Stierkampfarena in Kolumbien
Bei einem Unglück in einer Stierkampfarena in Kolumbien sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen und mehr als 300 weitere verletzt worden. Wie die Behörden mitteilten, stürzte am Sonntag in der Stadt El Espinal während eines Stierkampfs eine hölzerne Zuschauertribüne ein.
Sturm gewinnt als fünfter Deutscher den Stanley Cup
Nico Sturm hat als fünfter deutscher Eishockey-Profi den Stanley Cup gewonnen. Der 27-Jährige siegte mit der Colorado Avalanche im sechsten Play-off-Finale der NHL beim Titelverteidiger Tampa Bay Lightning mit 2:1, damit entschied der Klub aus Denver die Best-of-seven-Serie mit 4:2 für sich. Für die Avalanche ist es der dritte Meistertitel nach 1996 und 2001.
Ukraines Präsident Selenskyj nimmt am G7-Gipfel teil
Die Staats- und Regierungschefs aus sieben großen Industriestaaten (G7) setzen am Montag ihren Gipfel fort (10.00 Uhr). Den Auftakt am zweiten von drei Gipfeltagen auf Schloss Elmau macht eine Sitzung zum Ukraine-Krieg. An ihr nimmt auch der per Video zugeschaltete ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teil. Schon am Sonntag hatte eine Bewertung der Wirksamkeit der Sanktionen der G7-Staaten gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs auf der Tagesordnung gestanden.
Parteitage von CDU und Grünen in Schleswig-Holstein entscheiden über Koalition
Sieben Wochen nach der Wahl in Schleswig-Holstein stimmen CDU und Grüne am Montag (18.00 Uhr) auf Parteitagen in Neumünster abschließend über die Bildung einer Koalition für die kommenden fünf Jahre ab. Die Verhandlungsgruppen der Parteien verständigten sich nach mehrwöchigen Verhandlungen in der vergangenen Woche auf einen Koalitionsvertrag. Die beiden Parteitage haben nun das letzte Wort.