Geburtenrate in Deutschland sinkt mit 1,32 Kindern auf tiefsten Stand seit 1997
Die Geburtenrate in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1997 gesunken. Sie lag 2025 bei 1,32 Kindern pro Frau und verringerte sich um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Ein ähnlich niedriges Niveau war zuletzt vor knapp 20 Jahren erreicht worden.
Noch niedriger hatte die Geburtenrate Mitte der 90er Jahre mit einem Tiefstwert von 1,24 Kindern gelegen. Die damals Geborenen bilden die derzeit relativ kleine Generation potenzieller Eltern, wie es hieß.
Das wirke sich auch auf die absolute Zahl der Geburten aus. In Deutschland wurden demnach im vergangenen Jahr so wenige Kinder geboren wie seit der Nachkriegszeit nicht mehr. Insgesamt wurden im Jahr 2025 bundesweit 654.241 Geburten gezählt. Damit setzte sich der seit mehreren Jahren anhaltende Rückgang der Geburten fort.
Die Entwicklung der sinkenden Geburtenrate betrifft deutsche und ausländische Frauen gleichermaßen. Beide Gruppen verzeichneten demnach Rückgänge. Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit kamen im Schnitt auf 1,20 Kinder, ausländische Frauen auf 1,78.
Im Ländervergleich wurde der höchste Wert bei der Geburtenrate in Niedersachsen mit 1,38 Kindern pro Frau und der niedrigste in Sachsen mit 1,16 Kindern verzeichnet. Niedersachsen ist demnach bereits seit 2018 das Land mit den meisten Geburten.
Mütter waren laut Statistik bei einer Geburt im Schnitt 31,9 Jahre alt und Väter 34,8 Jahre - unabhängig davon, ob es die Geburt des ersten Kinds oder eines weiteren Kinds war. Das Durchschnittsalter stieg damit im Vergleich zum Vorjahr leicht. Langfristig verschob sich das Alter der Eltern deutlich nach hinten: Seit 1991 nahm es bei Müttern um vier Jahre und bei Vätern um 3,8 Jahre zu.
Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt ihres ersten Kinds lag 2025 bei 30,5 Jahren. Die Väter waren beim ersten Kind der Mutter im Schnitt 33,3 Jahre alt.
P.Roux--PS