Nach Ausschreitungen: FCK siegt in der Verlängerung
Chaos auf den Rängen, Polizisten mit Pferden auf dem Platz - und ein gerade so abgewendeter Spielabbruch: Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern hat sich in einem hochemotionalen und von Ausschreitungen überschatteten Südwest-Derby in die zweite Runde des DFB-Pokals gekämpft. Der Pokalfinalist von 2024 gewann beim Drittligisten Waldhof Mannheim dank eines Last-Minute-Treffers mit 1:0 (0:0) nach Verlängerung.
Nach der regulären Spielzeit stand das Spiel dicht vor dem Abbruch. Erst waren die Spieler beider Mannschaften aneinandergeraten, dann schossen Mannheim-Fans Raketen auf das Spielfeld und die Haupttribüne. Einige stürmten auf den Platz. Die Polizei beruhigte das Geschehen mit Hunderten Beamten. Nach rund 30-minütiger Unterbrechung pfiff Schiedsrichter Robert Schröder zur Verlängerung an.
Dort traf Ibrahim Kanate (120.) vor 23.513 Zuschauern zum Sieg für den FCK, der mit zwei Punkten aus zwei Spielen in die 2. Bundesliga gestartet war und zum vierten Mal in Folge die erste Runde überstand. Die Mannheimer kassierten nach einem guten Saisonstart mit vier Zählern in der 3. Liga die erste Pflichtspielniederlage der Spielzeit.
Die Partie war gleich zu Beginn für einige Minuten unterbrochen, nach dem Einsatz von Pyrotechnik auf den Rängen vernebelte Rauch das Spielfeld. In der Folge war der Favorit das klar bessere Team, belohnte sich aber nicht. Thierry Tazemeta traf nur den Pfosten (40.). Nach dem Seitenwechsel waren die Mannheimer besser im Spiel, ein leicht abgefälschter Schuss von Goncalo Gregorio (74.) klatschte ans Aluminium. Die Partie entwickelte sich zum Nervenspiel - bis das Sportliche überschattet wurde. In der Verlängerung traf Kanate ganz spät und sehenswert.
A.Dupont--PS