Sensationelles Gold in Hongkong: Eifler wird Fecht-Weltmeisterin
Säbelfechterin Larissa Eifler hat in Hongkong sensationell den WM-Titel gewonnen. Die 27 Jahre alte Psychologiestudentin aus Köln kämpfte sich mit Siegen über mehrere Weltklassegegnerinnen ins Finale, in dem sie sich nach einem schwachen Start gegen die Französin Sara Balzer 15:10 durchsetzte. Für den Deutschen Fechter-Bund (DFeB) ist es das erste Einzelgold bei Weltmeisterschaften seit 2010. Damals hatte Peter Joppich mit dem Florett gesiegt.
Eifler, Nummer 33 im Ranking, bezwang auf ihrem Weg ins Finale die französische Olympiasiegerin Manin Apithy, die Olympiazweite Choin Sebin aus Südkorea und die zweimalige Weltmeisterin Sugar Katinka Battai aus Ungarn. Gegen die Weltranglistenneunte Balzer geriet Eifler schnell mit 0:5 in Rückstand, kämpfte sich aber heran (6:6) und übernahm die Führung, die sie kontinuierlich ausbaute.
Das deutsche Fechten, einst eine Medaillenbank, befindet sich nach schwierigen Jahren im Neuaufbau für die Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles. Bei den Europameisterschaften im französischen Antony hatte das DFeB-Team zuletzt Degen-Silber durch Alexandra Ehler und Bronze bei den Florett-Männern geholt. Die WM-Medaille ist das nächste Ausrufezeichen.
Eifler, die aus Alsfeld in Hessen stammt und für ihre Fechtkarriere ins Rheinland gewechselt ist, ist die erste deutsche Fecht-Weltmeisterin seit Britta Heidemann 2007. Die Olympiasiegerin von Peking 2008 hatte ihren WM-Titel mit dem Degen in St. Petersburg gewonnen.
Eifler wartet noch auf ihre erste Olympiateilnahme. Nach der verpassten Qualifikation für die Sommerspiele 2024 in Paris hatte sie mit mentalen Problemen ein halbes Jahr pausiert.
D.Petit--PS