Razzia gegen mutmaßliche Prepper und Reichsbürger in Bayern
In Bayern sind am Mittwoch mehrere Wohnungen von mutmaßlichen Preppern durchsucht worden. Die Razzia hing zusammen mit einem Ermittlungsverfahren gegen sechs Beschuldigte, welche die Sabotage von Strommasten geplant haben sollen, wie die Münchner Generalstaatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt mitteilten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt schon seit dem vergangenen Jahr gegen die Männer, die der Prepperszene mit Reichsbürgerhintergrund zugerechnet werden.
Sie sollen auf einen großflächigen Stromausfall in Deutschland abgezielt haben, der wiederum einen politischen Umsturz herbeiführen sollte. Vorgeworfen wird ihnen die Bildung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, wie die Ermittler weiter mitteilten. Am Mittwoch seien in der Oberpfalz und in Oberbayern insgesamt sechs Wohnungen und Nebengebäude von drei Beschuldigten und einem Zeugen durchsucht worden, um weitere Beweismittel zu finden.
Prepper bereiten sich auf einen von ihnen erwarteten Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung vor, indem sie Gegenstände und Nahrung horten. Reichsbürger leugnen die Existenz der Bundesrepublik. Beide Szenen überschneiden sich teilweise.
D.Gautier--PS