Bergung von Trümmern von chinesischem Ballon vor US-Küste abgeschlossen
Nach dem Abschuss eines mutmaßlichen chinesischen Spionageballons haben die USA die Bergung der Trümmer vor der US-Ostküste beendet. Der Einsatz im Atlantik vor der Küste des Bundesstaates South Carolina sei abgeschlossen, teilten die US-Streitkräfte am Freitag mit. "Letzte Trümmerteile werden zum Labor der Bundespolizei FBI in Virginia zur Spionageabwehr-Auswertung gebracht."
Bei der Bergung der Trümmer eingesetzte Schiffe der US-Marine und der Küstenwache haben das Gebiet demnach bereits verlassen. Sperrungen für das Gebiet in der Luft und im Wasser wurden aufgehoben.
Ein US-Kampfjet hatte den Ballon am 4. Februar über der US-Ostküste abgeschossen. Der Ballon hatte die USA zuvor von West nach Ost überquert. Die US-Regierung bekräftigt, es habe sich um einen Spionageballon gehandelt, was China bestreitet. Die Regierung in Peking spricht von einem abgedrifteten Wetterballon. Der Vorfall hat das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen beiden Ländern weiter belastet.
Nach dem Vorfall mit dem chinesischen Ballon schossen die USA vergangene Woche binnen drei Tagen drei Flugobjekte in ihrem Luftraum und über Kanada ab. Noch ist unklar, um was für Objekte es sich genau handelte.
US-Präsident Joe Biden sagte aber am Donnerstag, derzeit weise "nichts darauf hin, dass sie in Verbindung zu Chinas Spionageballon-Programm standen oder dass sie Überwachungsvehikel irgendeines anderen Landes waren". Nach Einschätzung der US-Geheimdienste sei es derzeit am wahrscheinlichsten, dass es sich um Ballons von Privatunternehmen oder Forschungseinrichtungen gehandelt habe.
G.Durand--PS